ESSAYS

 

1000 FÖTEN

Jeder Fötus ist ein handgeschaffenes Werk, ein Unikat, das durch die Hände der Künstlerin geht, den Prozess der künstlerischen Geborenwerdens durchlebt.

Modelliert wird die Vergrößerung eines ungeborenen Menschen in der 24. Schwangerschaftswoche (vergrößert). 

Der Spannungsbogen reicht vom Fötus - über die (mögliche) Geburt - bis hin zur Bestimmung, schon jetzt das Leben bis hin zum Tod zu durchlaufen. Der Anblick eines Fötus, das gesamte Feld der bewusst so angeordneten Föten, assoziiert die Betrachtung der gesamten Menschheit, kann Anregungen zu eigenen Gedanken geben. 

Der Anblick der Föten und die Wirkung der gesamten, immer größer werdenden Installation, lassen dem Betrachter Raum zu eigenen Empfindungen und ermöglichen das Einfühlen in diese Thematik.

Eine der ersten Aktionen zur "Kunst im öffentlichem Raum" fand mit 150 Föten im Juli 2020 in Wetter (an der Ruhr) statt.


 

EIN KÜNSTLERISCHER STANDPUNKT ZUM THEMA „10 GEBOTE“

 

Mit dem Kunst- und Musikprojekt „10 Gebote“ gehe ich, in Sichtweise auf die heutige Zeit, auf ein aktuelles, allerdings immer wieder schwieriges Thema ein.

Die 10 Gebote stehen im Alten Testament, umfassen nicht alles, was dort über Freiheit und Verantwortung steht. Auch Dekalog genannt, galten sie im Judentum und Christentum als Zentrum und Inbegriff der Thora (Weisung) für das Verhalten gegenüber Gott und den Mitmenschen. Somit sind sie Teil der Lebensordnung für Israel, sind Teil der geschichtlichen Erzählungen, prophetischen Weisungen und Teil der priesterlichen Kultordnung.

 

Wie wichtig sind uns diese Gebote, die der Mensch für das Zusammenleben benötigte oder weiterhin benötigt?

Inwieweit können wir Antworten auf die Frage nach dem Einhalten und dem Sinn dieser Gebote in unserer Zeit überhaupt noch geben?

 

In einer Installation werden die Gebote in einen Kontext gebracht, der diese Thematik nicht begrenzen oder einengen soll, sondern eine Sichtweise bezüglich der veränderten ethischen und moralischen Vorstellungen in der heutigen Zeit ermöglicht.

 

 

ZYKLUS „INNERES KIND“

 

Das „Innere Kind“ gehört zu einer modellhaften Betrachtungsweise innerer Erlebniswelten. Es bezeichnet und symbolisiert die im Gehirn gespeicherten Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungen aus der eigenen Kindheit.

Das „Innere Kind“ umfasst alles innerhalb des Bereiches von Sein, Fühlen und Erleben, welches speziellen Gehirnarealen zugeordnet wird.

Das „Innere Kind“ darf nicht verloren gehen. Werden unsere Verletzungen uns nicht bewusst, werden uns diese nicht „gezeigt“, führen sie zum Verlust und das wiederum führt zu seelischen Schäden.

 

In meinen Bildern werden unsere Verletzungen, wie sichtbare Wunden an einem Kind, gezeigt. Die Malerei benutze ich als Mittel unsere Erlebniswelten erkennbar werden zu lassen.